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Heil- und Schwefelquelle Luchsingen

Die älteste und bekannteste Schwefelquelle des Glarnerlands befindet sich im Luchsingertobel. Bereits 1542 wurde sie als Heilbad genutzt, der Betrieb wurde im 19. Jahrhundert jedoch eingestellt. Eine kurze Wanderung führt vom Bahnhof Luchsingen zur Schwefelquelle. Auf dem Weg erzählen Infotafeln die Geschichte des Heilbads. Das Schwefelwasser entsteht durch Regenwasser, das gipshaltiges Dolomitgestein durchdringt. Dabei reagiert der Gips mit Hilfe von Schwefelbakterien zu Schwefelwasserstoff (H₂S). Bereits in der «Historia naturalis helvetiae curiosa» von 1680 erwähnt der Zürcher Stadtarzt Johann Jakob Wagner das «Balneum Luchsingense» als Heilstätte gegen viele Krankheiten. Das nach faulen Eiern riechende Wasser enthält ausser Schwefelwasserstoffgas auch das medizinisch wirksame Bittersalz Na₂SO₄ · 10 H₂O (Glaubersalz) – ein Heilstoff, der im Glarnerland nur bei dieser Schwefelquelle nachgewiesen wurde. Die Schwefelquelle ist frei zugänglich.

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