Wie Berge sich erheben

Die Entstehungsgeschichte der Berge und Täler unserer Alpen

In der Gebirgslandschaft um den Piz Sardona im Grenzgebiet der Kantone St. Gallen, Glarus und Graubünden lässt sich im Gelände beobachten, wie sich die tektonischen Vorgänge abspielten, und dies auf eine Weise, die nirgends sonst auf der ganzen Welt so anschaulich ist. Entlang der weit herum sichtbaren Linie, der Glarner Hauptüberschiebung, auch «magische Linie» genannt, schoben sich 270 Millionen Jahre alte Gesteine über eine Distanz von mindestens 35 Kilometern auf viel jüngere, «nur» 40 Millionen Jahre alte Gesteine. Das Gebiet hat grossen Wert für Schulen und die Forschung, da es Zeuge für die Gebirgsbildungsprozesse und die Plattentektonik ist. Seit über zwei Jahrhunderten erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt die Vorgänge der Gebirgsbildung. So lüften sie im Welterbegebiet Sardona die Geheimnisse der Entstehung von Gebirgen.

Champions League der Naturwerte

Die Tektonikarena Sardona ist eine von nur 200 UNESCO-Weltnaturerbestätten und, geologisch gesehen, eine der spannendsten.

Weltweit einzigartig

Die Welterberegion Sardona ist weltweit einzigartig: nirgends sonst sieht man die Resultate der Vorgänge, die zur Gebirgsbildung geführt haben, so deutlich wie hier.

Alt auf jung – die Berge stehen kopf!

Bei der Alpenbildung wurden riesige Gesteinspakete aus ganz verschiedenen Epochen übereinandergeschoben.

Naturschauspiel

Die Glarner Hauptüberschiebung ist gut zugänglich und eines der faszinierendsten Naturphänomene der Welt. Man erkennt die «magische Linie» sowie die 3-D-Ausprägung im Gelände sofort.

Dürfen sich Forscherinnen und Forscher streiten?

Sie müssen sogar streiten! Die Forschungsresultate in der Tektonikarena Sardona, deren Geschichte bereits 200 Jahre alt ist, haben die Vorstellungen davon, wie die Alpen entstanden sind, revolutioniert und revolutionieren sie noch heute.

Pilgerstätte für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Noch heute pilgern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt in die Welterberegion, um Merkmale, welche auf Prozesse in der Gebirgsbildung hinweisen, vor Ort zu studieren, denn hier sind sie besonders gut sichtbar.

Grosse Geodiversität

Die Welterberegion Sardona verfügt über eine enorme Vielfalt an Gesteinen, Strukturen, Geländeformen und Landschaften.

Idealer Lebensraum für Pflanzen und Tiere

Die Landschaften der Tektonikarena Sardona bieten so gute Voraussetzungen für zahlreiche Tiere und Pflanzen, weil sie sich immer noch in einem ursprünglichen Zustand befinden.