Japanisches Filmteam im Welterbe Sardona
Spektakuläre Landschaften und faszinierende Geologie: Das japanische Nationalfernsehen hat in den vergangenen Tagen bei strahlendem Wetter im UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona gedreht. Die Naturdokumentation über die Entstehung der Schweizer Alpen soll Ende November 2026 in Japan ausgestrahlt werden.
Unter der Regie von Takanori Hoshi und begleitet von Welterbe-Geologe Thomas Buckingham erkundete das vierköpfige Filmteam die geologischen Höhepunkte der Region. Nach Aufnahmen am Eiger bei Grindelwald und am Matterhorn oberhalb von Zermatt standen die Lochsite bei Schwanden, Elm, die Rheinschlucht sowie das Gebiet oberhalb von Flims mit Cassons, Tschingelhörnern und Martinsloch im Fokus.
Der Regisseur und das Übersetzungsteam haben sich über Monate intensiv in die Schweizer Alpengeologie eingearbeitet. Entsprechend fundiert waren die Fragen, mit denen sie gemeinsam mit Thomas Buckingham den Geheimnissen der Welterberegion auf den Grund gingen.
Besonders beeindruckten die «magische Linie» der Glarner Hauptüberschiebung und das Martinsloch. Auch der Flimser Bergsturz sorgte für angeregte Diskussionen – gerade im Zusammenhang mit den jüngsten Naturereignissen im Raum Tibet und Nepal.
Director Takanori Hoshi blickt auf die Dreharbeiten zurück: «Im Welterbe Sardona konnten wir dank der ausführlichen Erklärungen von Herrn Buckingham direkt vor Ort die Entstehung der Alpen viel besser verstehen. Es war eine besondere Erfahrung, die Geologie nicht nur aus Büchern oder anhand von Bildern kennenzulernen, sondern sie direkt an den Felsen und in der Landschaft erleben zu können. Mit den Aufnahmen, die wir hier gemacht haben, möchten wir dem japanischen Publikum nicht nur die Schönheit der Schweizer Alpen näherbringen, sondern auch die faszinierende Geschichte der Erde, die in dieser Landschaft sichtbar wird.»
Die Dokumentation macht die einzigartige Gebirgslandschaft und ihre Entstehung einem breiten japanischen Publikum zugänglich.
